Dread Disease Versicherung online

Dread Disease Versicherungen können als eine Unterkategorie von Risikolebensversicherungen angesehen werden.

Es handelt sich um eine so genannte Personenversicherung, die bei Eintritt von in den jeweiligen Bedingungen aufgeführten schweren Erkrankungen eine im Versicherungsvertrag vereinbarte einmalige Kapitalabfindung auszahlt.

Versicherungsumfang, Beitragshöhe und Laufzeiten müssen jeweils den individuellen Verhältnissen, wie sie beim Versicherungsnehmer vorliegen, angepasst werden.

Außerdem bieten die Versicherer sehr unterschiedliche Tarife an, die sich auch danach unterscheiden, welche Krankheiten mit welchem Schweregrad versicherbar sind.

Deswegen werden aussagefähige anonyme Onlinevergleiche von Dread Disease Versicherungen nicht angeboten und sind auch nicht sinnvoll.

Kostenloses Angebot nach Online Anfrage

Möglich sind aber kostenlose unabhängige Beratungen nach einer Online Anfrage. Gründliche Beratungen sind sehr empfehlenswert, weil es bei den unterschiedlichen Tarifen sehr verschiedene Leistungskataloge gibt.

Unabhängige Berater erarbeiten mit dem Kunden die passende Versicherungslösung und bieten kostenlos und unverbindlich die günstigste Dread Disease Versicherung an.

Das bekannte Portal Finanzen.de bietet die Vermittlung von Versicherungen an, die Risiken aus über 40 Krankheitsbildern versichern.

Infos und Angebote zur Dread-Disease-Versicherung

Das Ausfüllen des Antragsformulars hat eine Kontaktaufnahme, meistens telefonisch und/oder per E-Mail zur Folge. Bitte das Formular nicht ausfüllen, wenn eine Kontaktaufnahme nicht gewünscht wird.

Dread Disease Versicherung: Definition

Das versicherte Risiko einer Dread Disease Versicherung sind schwere Krankheiten oder Ereignisse, die in ihrer Wirkung schweren Krankheiten gleichstehen. Dread Disease bedeutet im Deutschen etwa gefürchtete oder schreckliche Krankheit.

Die Versicherung wird für einen bestimmten Zeitraum abgeschlossen, beispielsweise mit einer Laufzeit von 15 Jahren.

Tritt der Versicherungsfall während der Laufzeit ein, wird die vereinbarte Kapitalabfindung ausgezahlt.

Wie bei anderen Risikoversicherungen zahlt der Versicherer nichts, wenn während der Laufzeit ein Versicherungsfall nicht eintritt.

Bei einigen Versicherungsgesellschaften ist jedoch die Vereinbarung einer Überschussbeteiligung möglich, die am Ende der Laufzeit ausgezahlt wird. Versicherungsverträge dieser Art sind in der Regel aber etwas teurer.

Allgemein wird empfohlen, Risikovorsorge und Kapitalbildung voneinander zu trennen.

Schwere Krankheiten

Die Auszahlung der vereinbarten Leistung ist allein an den Eintritt einer versicherten, schweren Krankheit gebunden.

Welche Krankheiten versichert sind, wird in der Regel in den konkreten Versicherungsbedingungen einzeln aufgeführt.

Schwere Krankheiten oder vergleichbare Ereignisse sind beispielsweise:

Herzinfarkt, Schlaganfall, bestimmte Krebserkrankungen, Erblindung, Lebererkrankungen, Multiple Sklerose, Lungenerkrankungen, Parkinson, Arthritis, schwere Bauchspeicheldrüsenerkrankungen und auch die Folgen schwerer Unfälle sowie Verbrennungen.

Die ausführliche Erörterung des Umfangs einer bestimmten Versicherung mit einem Berater vor Vertragsschluss ist sehr wichtig.

Manchmal sind bestimmte Krankheiten nur versichert, wenn ein besonderer Schweregrad erreicht wird. Beispiel: Krebserkrankungen sind nur versichert, wenn die Bildung von Metastasen festgestellt wird.

Keine Schwere Krankheiten Versicherung für psychische Erkrankungen

Psychische Krankheitsbilder wie Depressionen nehmen auch in Deutschland zu. Eigentlich handelt es sich sehr oft um schwere Krankheitsbilder.

Dennoch sind sie mit einer Dread Disease Versicherung nicht versicherbar.

Das gilt nicht nur für Depressionen sondern auch für Burn-Out und andere schwere psychische Erkrankungen.

Obwohl psychische Erkrankungen nicht versichert werden können, sind sie für den Abschluss einer Dread Disease Versicherung grundsätzlich kein Hinderungsgrund.

Geschichtliches

Dread Disease Versicherungen sind eine sehr junge Versicherungsart. Die erste Versicherung wurde von Marius Barnard 1983 entwickelt

Marius Barnard ist ein südafrikanischer Herzchirurg, der zum Chirurgenteam unter der Leitung seines Bruders Christiaan Barnard gehörte, welches 1967 die erste Herztransplantation durchführte.

In Deutschland ist die Dread Disease erst seit 1983 zugelassen. Die kurze Geschichte erklärt den relativ geringen Bekanntheitsgrad.

Gegenüber ähnlichen Risikoversicherungen, wie gegen Unfall und gegen Berufsunfähigkeit, werden in Deutschland nur wenige Dread Disease Versicherungen abgeschlossen. Außerdem gibt es für diese Versicherungsart nur verhältnismäßig wenige Anbieter.

Vorteile und Nachteile

Die Auszahlung der Versicherungssumme erfolgt unverzüglich nach der Erstellung der Diagnosen über die versicherte Krankheit. Auf weitere Faktoren kommt es nicht an. Eine Beeinträchtigung der Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit ist unerheblich.

Allerdings sind nur Einmalzahlungen möglich. Es gibt keine Rentenzahlungen.

Soll die Schwere Krankheiten Versicherung auch finanzielle Nachteile einer möglichen, durch die Krankheit entstandenen Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit ausgleichen, muss auf eine ausreichend hohe Versicherungssumme geachtet werden.

Beiträge

Die Prämien richten sich nach dem jeweiligen Leistungsumfang, der Laufzeit, der Höhe der Versicherungsleistung und nach bestimmten persönlichen Merkmalen wie Gesundheitszustand, Vorschädigungen, Alter und Gewohnheiten (Raucher!).

In der Regel kostet eine Dread Disease Versicherung zwischen 30 und 50 € monatlich.

Möglich sind Zusatzleistungen wie Hinterbliebenenschutz beim Todesfall usw.. Empfehlenswert ist aber in der Regel, die Versicherung verschiedener Risiken getrennt vorzunehmen.

Besonders günstige Tarife gewähren sehr oft nur unzureichende Leistungen. Der Leistungskatalog ist in solchen Fällen stark eingeschränkt.

Hohe Prämienunterschiede bestehen sowohl bei geringwertigen Policen als auch bei hochwertigen Policen. Ohne fachmännische Beratung sind die Tarife deshalb nur schwer zu durchschauen.

Weitere Tarifbedingungen

Dread Disease Versicherungen verfügen neben ihren Leistungskatalogen und den Vereinbarungen zur Beitragszahlung noch über ähnliche Tarifmerkmale wie Lebensversicherungen oder Krankenversicherungen.

In der Regel gibt es Wartezeiten und Karenzzeiten, deren Ausgestaltung sich aus den jeweiligen Allgemeinen Geschäftsbedingungen ergibt. Die Versicherung kann darüber hinaus dynamisiert werden.

Ein Sonderfall ist die „Second Event“ Versicherung. Versichert ist eine zweite schwere Krankheit, nachdem bereits die Versicherungssumme für eine erste Krankheit ausgezahlt wurde. Der Versicherungsvertrag erlischt also nicht nach der Auszahlung für den ersten Versicherungsfall.

Keyperson Versicherung

Eine solche „Schlüsselkraftversicherung“ kann von Unternehmen abgeschlossen werden, um durch eine schwere Krankheit von Führungskräften verursachte Verluste auszugleichen.

Versicherungsnehmer ist das Unternehmen, versicherte Person ist die Führungskraft. Tritt der Versicherungsfall ein, erhält das Unternehmen die Versicherungssumme.

Dread Disease Versicherung sinnvoll?

Die Dread Disease wird als Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung oder zur Unfallversicherung empfohlen, vor allem wenn Personen wegen der Art ihres Berufs eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht abschließen können.

Darüber hinaus ist die Dread Disease auch eine Alternative, wenn eine Berufsunfähigkeitsversicherung wegen bestimmter, vor allem psychischer Vorerkrankungen zu angemessenen Bedingungen nicht mehr möglich ist.

Besonders Selbstständige können von dem Abschluss einer Dread Disease anstelle einer Berufsunfähigkeitsversicherung profitieren. Dadurch werden Probleme mit der Feststellung der Berufsunfähigkeit umgangen.

Die Versicherung zahlt sofort mit Eintritt der Krankheit, so dass auch Verluste bei nur kurzfristigem Arbeitsausfall, ohne Eintritt einer Berufsunfähigkeit, ausgeglichen werden.

Dread Disease oder Berufsunfähigkeit?

Beide Versicherungsarten versichern unterschiedliche Risiken. Die Berufsunfähigkeit muss nicht durch eine schwere Krankheit entstanden sein und eine schwere Krankheit muss keine versicherbare Berufsunfähigkeit zur Folge haben.

Ein Unterschied besteht auch in der Auszahlung der Versicherungsleistung. Berufsunfähigkeitsversicherungen können als Rente ausgezahlt werden. Bei einer Dread Disease gibt es nur einmalige Kapitalauszahlungen.

Die Versicherungsleistung einer Dread Disease wird sofort nach der Diagnose einer versicherten schweren Krankheit erbracht. Leistungen aus einer Berufsunfähigkeitsversicherung verzögern sich hingegen häufig über Monate, weil die Versicherungsgesellschaft an die Feststellung einer dauernden Berufsunfähigkeit häufig sehr hohe Anforderungen stellt.

Andererseits kann eine Versorgungslücke auftreten, wenn nur eine Dread-Disease-Versicherung abgeschlossen wird. Denn eine Berufsunfähigkeit kann ohne eine schwere Vorerkrankung entstehen.

Gesundheitsfragen

Vor Abschluss einer „Schwere Krankheiten Versicherung“ müssen Gesundheitsfragen beantwortet werden. Eine Dread Disease ohne Gesundheitsprüfung ist nach bisherigem Kenntnisstand nicht möglich.

Allerdings handelt es sich in manchen Fällen um relativ pauschale Gesundheitsfragen. Vorerkrankungen, die den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ausschließen, spielen bisweilen für den Abschluss einer Dread Disease keine Rolle, weil unterschiedliche Risiken versichert werden.

Steuerliche Behandlung

Die Beiträge für eine Dread Disease Versicherung können im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen steuerlich abgesetzt werden sofern die Höchstbeträge noch nicht ausgeschöpft sind.

Die Auszahlung der Versicherungssumme ist in Deutschland für Privatpersonen steuerfrei.

Bei der Keyperson Versicherung sind die Versicherungsleistungen Betriebseinnahmen. Die Prämien können deshalb als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

  • Updated 23. November 2018