Lebensversicherung Info

Einige Begriffe tauchen im Zusammenhang mit Lebensversicherungen häufig auf.

Sie zu kennen hilft, die passende Lebensversicherung zu finden und sie während der Laufzeit gewinnbringend zu verwalten.

In der Kategorie „Lebensversicherung Informationen“ wird erklärt, was zum Beitrag, zum Garantiezins und zur Auszahlung wichtig ist.

Außerdem erfährt der Leser, wo und wie Verbraucher sich bei Problemen mit ihrer Versicherung beschweren können.

Lebensversicherungsbeitrag

Lebensversicherungsbeiträge werden in der Regel periodisch, also monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich gezahlt.

Bei Kapitallebensversicherungen gibt es auch eine so genannte Einmalzahlung. Bei kapitalbildenden Lebensversicherungen sind Prämienzahlungen für längere Perioden vorteilhafter, weil sie die Rendite erhöhen.

Mit der ersten Rate auf die Prämien tritt die Lebensversicherung praktisch in Kraft.

Lebensversicherungsbeiträge können drei unterschiedliche Komponenten haben. Das ist vor allem bei den häufig anzutreffenden gemischten Lebensversicherungen der Fall.

Die Prämien beinhalten einen Kostenanteil, einen Risikoanteil und einen Sparanteil. Nur mit dem Sparanteil wird Kapital gebildet.

Bei einer guten Lebensversicherung ist also der Sparanteil hoch und der Kostenanteil ist niedrig.

Möglich ist, die Beiträge während der Laufzeit zu reduzieren oder ganz auszusetzen. Das kann aber Einfluss auf die Vertragslaufzeit, den Ertrag der Lebensversicherung und dem mitversicherten Hinterbliebenenschutz haben.

Garantieverzinsung

Die Garantieverzinsung wird aus der Umlaufrendite zehnjähriger Staatsanleihen im Euroraum errechnet und beträgt 60 % davon.

Sie wird in regelmäßigen Abständen für neu abgeschlossene Lebensversicherungsverträge verbindlich festgesetzt und stellt die Mindestverzinsung aller Sparanteile dar.

Neben der Versicherungssumme ist die Garantieverzinsung der Lebensversicherung eine feste Größe der Ablaufleistung.

Allerdings ist der Garantiezins für die Rendite weniger entscheidend als man annehmen möchte. Viel wichtiger sind die Überschussbeteiligungen und die Schlussboni.

Sie hängen von der Entwicklung der Finanzmärkte ab sowie von der Anlagestrategie des Lebensversicherers.

Schließlich kommt es auch darauf an, wie kostengünstig die Versicherungsgesellschaft wirtschaftet.

Informationen zur Auszahlung

Die reguläre Auszahlung der Lebensversicherung findet bei Kapitallebensversicherungen mit Ablauf des Versicherungsvertrages statt oder wenn die Voraussetzungen für vertraglich vereinbarte Teilzahlungen vorliegen.

Lebensversicherer räumen den Versicherungsnehmern vertragliche Teilauszahlungen gerne in zeitlicher Nähe zum Vertragsende ein, beispielsweise in den letzten fünf Jahren.

Die Vereinbarung von Teilauszahlungen führt regelmäßig zu einer Verringerung der Gesamtleistung.

Die Auszahlung zum Vertragsende nennt man Ablaufleistung. Sie besteht aus der Versicherungssumme (angespartes Kapital), Garantieverzinsung, den Überschussbeteiligungen und eventuellen Schlussboni.

Wird die Kapital Lebensversicherung vorzeitig gekündigt, besteht ein Anspruch auf den aktuellen Rückkaufswert.

Durch eine vorzeitige Auszahlung der Lebensversicherung entstehen Verluste. In den ersten Jahren deckt der Rückkaufswert häufig nicht einmal die eingezahlten Beiträge ab.

Lebensversicherung: Infos zur Rendite

Die Rendite gibt Auskunft darüber, was mit den in die Lebensversicherung eingezahlten Beiträgen tatsächlich verdient wurde.

Bei der Rendite von Lebensversicherungen unterscheidet man die Anlagerendite von der Beitragsrendite.

Bei der Anlagerendite wird nur der Sparanteil zu Grunde gelegt, bei der Beitragsrendite hingegen der gesamte Beitrag.

Nur die Beitragsrendite gibt eine realistische Auskunft über die Gewinnaussichten einer Lebensversicherung.

  • Updated 24. Dezember 2017